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04.11.2015
NORAH-Studie: Antworten auf Kritik vorgelegt

NORAH-Studie: Antworten auf Kritik vorgelegt

Autorinnen und Autoren der am vergangenen Donnerstag veröffentlichten NORAH-Studie geben heute erste Antworten auf die Kritik an ihrer Arbeit. Sie widersprechen damit den am Freitag von drei Medizinern geäußerten Zweifeln an der Aussagekraft der Studie. Eine ausführlichere wissenschaftliche Stellungnahme ist in Vorbereitung.

Interessierte finden die Antworten des NORAH-Konsortiums ab sofort auf der NORAH-Website www.laermstudie.de. Zur öffentlichen Diskussion um NORAH in den vergangenen Tagen erklärt Studienleiter Prof. Dr. Rainer Guski von der Ruhr-Universität Bochum: „Einige Argumente wirken vorgeschoben, weil sie an der wissenschaftlichen Debatte vorbei zielen. Offensichtlich wird jetzt die Finanzierung von zehn Prozent durch die Fraport AG benutzt, um NORAH als interessengeleitet zu diskreditieren. Die Studie verdient es aber, wissenschaftlich diskutiert zu werden.“ An der Finanzierung von NORAH waren auch Kommunen beteiligt. Sie hatten ebenfalls ausschließlich Einfluss auf die Fragestellungen der Studie.

„Das Konsortium hat über 2.500 Seiten wissenschaftliche Berichte vorgelegt. Auch die Stellungnahmen des Wissenschaftlichen Beirates sind veröffentlicht. Einige der Kritikpunkte hätten sich geklärt, wenn die Unterlagen genau angeschaut worden wären“, sagt Prof. Wolfgang Hoffmann, Epidemiologe an der Universität Greifswald und Mitglied des unabhängigen Wissenschaftlichen Beirates Qualitätssicherung (WBQ) der Studie. Gemeinsam mit den anderen Experten des Beirates hat er die Studie von Anfang an kritisch geprüft und begleitet. In den nächsten Wochen werden die jeweiligen Modulleiter die sie betreffenden Fragen in Abstimmung mit dem WBQ beantworten. In seiner bereits vorliegenden Gesamtstellungnahme bescheinigt der WBQ der NORAH-Studie „insgesamt ein hohes methodisches Niveau“ und bezeichnet sie als „wegweisend in der Lärmwirkungsforschung“.

Zurzeit informiert das Umwelt- und Nachbarschaftshaus gemeinsam mit den NORAH-Wissenschaftlern und Vertretern des WBQ die Menschen in der Region über die Studienergebnisse: In den vergangenen zwei Tagen führten sie einen Workshop mit Vertretern der Kommunen durch. Heute sprechen sie ab 19 Uhr auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Rathaus in Rüsselsheim am Main. Am 12. und 13. November steht NORAH im Mittelpunkt der 3. Internationalen Konferenz Aktiver Schallschutz (ICANA) in Frankfurt, die das Umwelthaus organisiert. „Wir laden alle Wissenschaftler und Experten zu dieser Konferenz ein. Das ist der richtige Ort, um Methoden, statistische Verfahren und Ergebnisse der NORAH-Studie ausführlich zu diskutieren“, sagt Günter Lanz, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Umwelthaus GmbH, die die Studie 2011 beauftragt hatte.


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Anna Röder

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