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Hintergrundinformationen zum Mediationsverfahren

Nach Analyse des Konfliktpotentials beschloss der Gesprächskreis Flughafen im Mai 1998, die Zukunft des Flughafens Frankfurt in einem unabhängigen und ergebnisoffenen Mediationsverfahren zu diskutieren. Der Gesprächskreis schlug die Bildung einer Mediationsgruppe mit folgender personeller Besetzung vor:

  • 4 Vertreter von Gemeinden
  • 4 Vertreter von Bürgerinitiativen
  • 2 Vertreter von Umweltverbänden der Region
  • 2 Vertreter der Wirtschaft
  • 1 Vertreter der Flughafen AG
  • 1 Vertreter der Deutschen Lufthansa AG
  • 1 Vertreter der Deutschen Flugsicherung
  • 1 Vertreter der Gewerkschaften in Hessen
  • 1 Vertreter des Bundesverkehrsministeriums
  • 1 Vertreter des hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit
  • 1 Vertreter des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
  • 1 Vertreter der in Deutschland ansässigen Luftverkehrsgesellschaften, vertreten durch den BARIG e.V.

 

Als Mediatoren wurden beauftragt Prof. Dr. Kurt Oeser, ehemaliger Umweltbeauftragte der ev. Kirche EKD) und Dr. Frank Niethammer, Präsident der IHK Frankfurt. Sie wurden gebeten einen dritten Mediator zu bestimmen. Sie gewannen Prof. Dr. Klaus Hänsch, Mitglied des europäischen Parlaments.

 

Das Mediationsverfahren dauerte insgesamt 18 Monate. In dieser Zeit fanden 24 Sitzungen der Mediationsgruppe statt. Zur Vorbereitung von Diskussionen und Entscheidungen der Mediationsgruppe wurden drei Arbeitskreise gebildet: „Verkehr“, „Ökologie, Gesundheit und Soziales“ und „Ökonomie“, die jeweils von einem Mediator geleitet wurden und insgesamt 35-mal zusammenkamen.

 

Im Laufe des Verfahrens wurden zu 41 Arbeitspaketen 20 Gutachten vergeben und 15 Hearings (Expertenanhörungen) durchgeführt.