Stimmen

Professor Johann-Dietrich Wörner

Vorsitzender des FFR, Generaldirektor European Space Agency (ESA):

»Dem Forum Flughafen und Region kommt nach Mediation und Regionalem Dialogforum eine zentrale Rolle zu. Als überparteiisch, nicht unparteiische Einrichtung soll das FFR die unterschiedlichen Auffassungen in konstruktivem Dialog zusammenführen und zugleich die Klärung von Sachfragen ermöglichen. Die Diskussionen der letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass dem Fluglärm eine zentrale Rolle zukommt.

Dem entsprechend hat sich das Forum Flughafen und Region in der Anfangsphase auf das Thema Lärm konzentriert und zum Einen hinsichtlich des Lärmmonitorings gearbeitet, zum Anderen Überlegungen zur planmäßigen Bekämpfung des Lärms durch aktive Schallschutzmaßnahmen angestellt.

Diese Prioritätensetzung darf aber nicht andere Aspekte, die durch den Ausbau des Flughafens Betroffenheit erzeugen, vernachlässigen oder gar außer Acht lassen: Eine so umfangreiche Infrastrukturmaßnahme führt zu umfangreichen Effekten, die eine seriöse Behandlung verdienen.

Das FFR kann durch seine besondere Zusammensetzung eine wichtige Rolle spielen, um den verschiedenen Interessen Gehör zu verschaffen. Zugleich ist es wichtig, immer wieder daran zu erinnern, dass das FFR keine formale Macht besitzt, sondern durch qualifizierte Arbeitsergebnisse überzeugen muss. Diese Aussage ist von besonderem Wert, wenn Aktivitäten außerhalb des Forums von der einen oder anderen Seite kritisiert und zum Anlass genommen werden, die Arbeit des FFR in Frage zu stellen. Dialog zu führen, wenn die Randbedingungen positiv sind, ist eher einfach. Dialogfähigkeit und zielorientierte Interessenseinbringung beweisen sich insbesondere dann, wenn Schwierigkeiten auftauchen.

So ist beispielsweise die Ankündigung der Nichtteilnahme am Dialog des FFR kein gutes Instrument um gegen Entscheidungen der Landesregierung in Sachen Nachtflugverbot zu protestieren. Stattdessen wäre der Versuch einer klaren Aussage des FFR zum Mediationspaket eine starke Positionierung.

Ich hoffe, dass das FFR in Zukunft in die Rolle des Informanten aber auch Berücksichtigung der verschiedenen Interessen hineinwächst und die Beachtung erhält, die es verdient.«

Oliver Quilling

Vorsitzender des FFR, Landrat Kreis Offenbach:

»Ein florierender Wirtschaftsraum, wie die Region Rhein-Main stellt für politische Entscheidungsträger eine Herausforderung dar, weil eine blühende Wirtschaft, die Arbeit für viele schafft, auch verstärkt für Umweltprobleme sorgt. Die gilt in besonderem Maße für den Flughafen Frankfurt, dessen positive Wirkungen weit über die Region hinausreichen, dessen Umweltaus- wirkungen, vor allem der Fluglärm, aber ebenso weitreichend sein können.

Es muss also in der Region eine vernünftige Balance gefunden werden, bei der der Flughafen durch notwendige Einschränkungen und Kontrollen nicht in seiner Funktion als internationale Verkehrsdrehscheibe erdrückt wird, bei der aber auch die Bewohner der Region vor gesundheitlichen Schäden und unzumutbarer Belästigung  geschützt werden.

Als Landrat ist es natürlich mein Anliegen, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger bei der Suche nach dieser Balance zu wahren.

Seit 1998 (in ununterbrochener Folge) gehörte ich der Mediation und dem daraus entstandenen „Regionalen Dialogforum Flughafen Frankfurt“ an.

Während des ersten Jahres des Nachfolgeprojektes „Forum Flughafen und Region“ konnte ich bemerken, dass die Haupt-Kontrahenten im Forum, die Luftverkehrsseite und die Kommunen in stärkerem Ausmaß als früher Einigung in Sachfragen erzielen konnten. Dies betrifft vor allem das aktuelle Projekt des „Aktiven Lärmschutzes“ - Verminderung des Lärms an der Quelle.

Für das FFR hege ich deshalb die Hoffnung, dass die Balance zwischen prosperierendem Flughafen und Schutz der Bevölkerung vor unzumutbaren Umweltauswirkungen, gelingen kann.«

Dr. Stefan Schulte

Ehem. Vorsitzender des FFR, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG:

»Das FFR steht für transparente Information, konstruktiven Dialog und ergebnisorientierte Lösungskompetenz bezüglich der mit dem Frankfurter Flughafen und seinem Ausbau verbundenen – positiven wie negativen – Auswirkungen auf die Region Rhein-Main und deren Bevölkerung.

Im Dialog zwischen den Akteuren gilt es Wege zu finden, die das Wachstum des Luftverkehrs einer modernen Mobilitätsgesellschaft ermöglichen und gleichzeitig konsequent mögliche Verbesserungen der Belastungen für die Anwohner und die Umwelt rund um den Flughafen thematisieren.

Das FFR bietet mit dem Umwelt- und Nachbarschaftshaus sowie dem Konvent die richtigen Plattformen für Information und Dialog. Die Expertengruppen arbeiten engagiert an Lösungen im aktiven Schallschutz für die Bürger und Bürgerinnen dieser Region, der Lärmindex ist jetzt mit Leben zu füllen. Dies sind die wesentlichen Herausforderungen des FFR in der kommenden Zeit.«

Martin Gaebges

»Als Nachfolger des regionalen Dialogforums setzt das BARIG auch beim neuen Forum Flughafen und Region auf tatkräftige Unterstützung beim Ausbau des Frankfurter Flughafens.

Für unsere rund 100 Mitglieder ist der Rhein-Main Airport sowohl DAS Gateway nach Deutschland als auch in das internationale Streckennetz. Ohne einen konsequenten Ausbau – immer unter Berücksichtigung einer sinnvollen Nachtflugregelung - riskiert Deutschland seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Zu groß ist die Konkurrenz in Europa und dem Nahen Osten.

Der Ausbau ist dem BARIG und seinen Mitgliedern deshalb eine Herzensangelegenheit, natürlich immer in Hinblick auf die Rücksichtnahme der Interessen der Region und seiner Bewohner. Dazu gehört beispielweise ein aktiver Schallschutz, der gemäß der Mediation zügig in die Praxis umgesetzt werden muss.

Zur Person:

Als Generalsekretär führte Martin Gaebges von 1999 - 2011  die Geschäfte des Board of Airline Representatives in Germany e.V.

(BARIG), der Vereinigung von rund 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften in Deutschland.

Dr. Karl-Rudolf Rupprecht

»Mit dem Expertengremium Aktiver Schallschutz ist ein Gremium geschaffen worden, das vertrauensvoll und ergebnisorientiert zusammenarbeitet. Damit erfüllt sich ein offizieller Auftrag des Forums Flughafen und Region, nämlich die Erarbeitung von Maßnahmen zur Minderung der Fluglärmbelastung. Als größte Fluggesellschaft am internationalen Luftverkehrsknotenpunkt Frankfurt engagiert sich Lufthansa in dieser Gruppe mit fliegerischem und technischem Know How.

Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus ist gut geeignet, um den Dialogprozess und die Ergebnisse der Arbeit des Expertengremiums für die Bürgerinnen und Bürger transparent zu machen. Dabei ist von großer Bedeutung, dass die verschiedenen Aspekte des Flughafens ausgewogen dargestellt werden. Neben einer transparenten Darstellung der Fluglärmbelastung mithilfe des Frankfurter Fluglärmindexes gehört hierzu auch die Darstellung der überragenden wirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens. Insgesamt liefert der im Forum Flughafen und Region von allen Beteiligten geführte Dialog einen wichtigen Beitrag für die Gestaltung der Zukunft der Region.«

Zur Person:

Dr. Karl-Rudolf Rupprecht, ehemals Bereichsleiter Hubmanagement Frankfurt, Deutsche Lufthansa AG.

Christel Karesch

Vorsitzende der Bürgeraktion PRO Flughafen:

»Die Bürgeraktion PRO Flughafen betrachtet das Forum Flughafen und Region (FFR) als Gremium für einen konstruktiven und kritischen Dialog zu allen Themen rund um den Flughafen. Als internationaler Hub ist der Frankfurter Flughafen Motor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region FrankfurtRheinMain allerdings auch verbunden mit Belastungen für die Anwohner.

Für die Belange der Anwohner treten wir mit Engagement und Sachkenntnis ein. PRO erwartet, dass das FFR konstruktive Vorschläge erarbeitet, die die Nachhaltigkeit bezüglich ökologischer, ökonomischer und sozialer Belange berücksichtigt. Wer aber den Flughafen nur auf das Thema „Lärm“ reduziert, der verkennt oder verschweigt die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Menschen in der Region und darüber hinaus. „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ – wenn das FFR dieses Ziel bei seinen vielfältigen Aufgaben stets im Auge behält, dann lohnt sich das Engagement jedes einzelnen Mitgliedes – auch für uns von der Bürgeraktion PRO Flughafen.«

Zur Person:

Christel J.M. Karesch ist die Vorsitzende der Bürgeraktion PRO Flughafen. Sie gehört seit Juni 2000 der Bürgeraktion an und seit dieser Zeit ist sie die Vorsitzende. 2010 feiert die Bürgeraktion ihr 10jähriges Bestehen.

Thomas Jühe

»Als Vorsitzender der Frankfurter Fluglärmkommission zielt meine Mitarbeit im Forum Flughafen und Region vorrangig auf Lärmminderung. Viel zu wenig Aufmerksamkeit finden seit Jahrzehnten der Fluglärm und seine Folgen für die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen in der Region.

Leider fehlen auch ausreichende gesetzliche Grundlagen für aktiven Schallschutz, also die Minderung des Fluglärms an der Quelle. Wir müssen endlich zu nachhaltig wirksamer Lärmminderung kommen und den vielen Hochbelästigten rund um den Flughafen eine echte Perspektive im Hinblick auf verbesserte Lebensqualität eröffnen können.

Politik, Luftverkehrsseite und Lärmbetroffene sind verpflichtet, durch konstruktives Zusammenwirken eine im Hinblick auf die mit dem Flugbetrieb verbundenen Vorteile und Belastungen verträgliche Situation für die Region zu schaffen. Wer sich dieser Aufgabe nicht ernsthaft annimmt, egal ob kommunaler Vertreter, Landespolitiker oder Repräsentant der Luftverkehrswirtschaft, der nimmt verantwortungslos eine fortwährend steigende Verlärmung unserer Heimat in Kauf.«

Zur Person:

Thomas Jühe, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit dem Jahr 2000 Bürgermeister der Stadt Raunheim. Seine Tätigkeit als Vorsitzender der Frankfurter Fluglärmkommission übt er seit 2003 aus.

Peter Gebauer

Flughafen Rhein-Main: Magnet für Investitionen und wirtschaftliches Wachstum. Garant für sichere Arbeitsplätze und Wohlstand in der Metropolregion Rhein-Main. Aber auch: Verursacher von Lärmemissionen mit unmittelbarem Einfluss auf die Lebens- und Wohnqualität der Menschen in den umliegenden Städten und Gemeinden.
Eine Annäherung zwischen den beteiligten Interessengruppen zu moderieren, ist die elementare Aufgabe des Forums Flughafen und Region (FFR). Das Expertengremium Aktiver Schallschutz unterstützt dieses Bestreben durch die fachliche Diskussion und methodisch-wissenschaftliche Prüfung lärmmindernder Maßnahmen am Boden und in der Luft. Die bisherige Arbeit des Gremiums ist von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und dem erkennbaren Willen aller Beteiligten geprägt, eine wirksame und nachhaltige Reduzierung der Fluglärmbelastung zu erreichen.
Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus des FFR unterstützt das Expertengremium bei seiner Arbeit und wird die zum Teil komplexe Materie in anschaulicher Form für die Bürgerinnen und Bürger aufbereiten. Damit liefert es einen wichtigen Beitrag, komplexe Zusammenhänge transparent und verständlich aufzuzeigen und damit die Akzeptanz für das Forum Flughafen und Region zu erhöhen.

Zur Person:
Peter Gebauer, ehemals Leiter Geschäftsbereich Tower, DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, bis 2012 Vorsitzender des Expertengremiums Aktiver Schallschutz

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