Zahlen, Daten Fakten

Der Rhein-Main-Flughafen liegt in einer Region mit rund 5.5 Millionen Einwohnern, 2,8 Millionen Erwerbstätigen sowie einem Bruttoinlandsprodukt von gut 70.300 Euro pro Erwerbstätigen (Zahlen: Planungsverband Rhein-Main 2010).

Der Flughafen prägt in seinem Umfeld in besonders hohem Maße Chancen und Risiken für die Menschen. Er setzt Mensch und Natur in einem dicht besiedelten Gebiet hohen Belastungen aus und steht selbst unter dem Druck des Wettbewerbs mit anderen internationalen Großflughäfen in Europa.
Seine Bedeutung reicht weit über die Rhein-Main-Region hinaus in eine nationale und europäische, zum Teil sogar interkontinentale Dimension, und in seinem unmittelbaren Umfeld ist sein Betrieb Teil des täglichen Lebens für jeden einzelnen Menschen. Die Zahlen machen deutlich was der Flughafen Frankfurt in der Region bedeutet.

Der Flughafen Frankfurt von oben – 27. Juni 2010

Luftaufnahme EDDF total
Mit freundlicher Genehmigung d. Photographen Ch. Weber, 02.07.2010

Entwicklungsgeschichte

  • 1924: Gründung der „Südwestdeutschen Luftverkehrs AG”
  • 1936: „Rhein-Main” nimmt den Flugbetrieb auf
  • 1945: Ausbau zur US-Air Base
  • 1947: Gründung der „Verkehrsaktiengesellschaft Rhein-Main” (V.A.G.)
  • 1948: Berliner Luftbrücke
  • 1949: Paralleles Start- und Landebahnensystem fertig
  • 1954: Umbenennung in „Flughafen Frankfurt/Main AG” (FAG)
  • 1972: Terminal 1 und Tiefbahnhof eröffnet
  • 1984: Inbetriebnahme der Startbahn 18 West
  • 1993: Vereinbarung über Teilrückgabe Air Base
  • 1994: Terminal 2 und Hochbahn Sky Line eröffnet
  • 1997: Inbetriebnahme CargoCity Süd, Inbetriebnahme Flugsteig D
  • 1999: Fernbahnhof in Betrieb genommen
  • 2000: Verlängerung Flugsteig A, Umbenennung in Fraport AG
  • 2001: Fraport AG geht an die Börse
  • 2002: Anschluss an ICE-Neubaustrecke nach Köln
  • 2004: Planfeststellungsbeschluss für A380-Werft im Süden
  • 2005: Erste Abfertigungs-Tests A380, US-Luftwaffe räumt Air Base komplett
  • 2006: Erstmals über zwei Millionen Tonnen Fracht
  • 2007: Baubeginn Airrail Center (über Fernbahnhof)
  • 2008: Neuer Terminalbereich (C/D-Riegel) eröffnet
  • 2009: Beginn der Ausbauarbeiten für die Kapazitätserweiterung
  • 2010: Zwei neue Kontrolltürme gehen in Betrieb
  • 2011: Inbetriebnahme Landebahn Nordwest, Fertigstellung "The Squaire"
  • 2012: Inbetriebnahme neuer Flugsteig A-Plus

Chronik des Ausbaus

  • 1997: Beginn der Diskussion um den Flughafen-Ausbau
  • 1998: Beginn Mediationsverfahren
  • 2000: Juni: politische Grundsatzentscheidung, September: Fraport-Aufsichtsratsbeschluss für den Ausbau und Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens (PFV), November: Scoping-Termin für das Raumordnungsverfahren (ROV)
  • 2001: April: Scoping-Termin für das PFV , Oktober: Einreichung der ROV-Unterlagen
  • 2002: April: Erörterungstermin zum ROV, Juni: Abschluss ROV mit „landesplanerischer Beurteilung“
  • 2003: September: Einreichung Planfeststellungsunterlagen(PFU) zur Vollständigkeitsprüfung
  • 2004: November: Einreichung PFU zur Auslegung
  • 2005: Januar/Februar: Öffentliche Auslegung (PFU), September: Beginn des Erörterungstermins zum PFV
  • 2006: März: Ende des Erörterungstermins zum PFV
  • 2007: Frühjahr: Einreichung Planönderung, 18. Dezember: Planfeststellungsbeschluss
  • 2008: 8. Januar: Zustellung Planfeststellungsbeschluss an alle Beteiligten
  • 2009: Beginn der Ausbauarbeiten für die Kapazitätserweiterung
  • 2010: Februar: Spatenstich für die neue Feuerwache an der Landebahn Nordwest
  • 2011: 21. Oktober: Inbetreibnahme der Landebahn Nordwest
  • 2012: Oktober: geplante Inbetriebnahme Flugsteig A-Plus

Zahlen und Daten

Das Betriebsgelände des Flughafens Frankfurt umfasst eine Fläche von 21 Quadratkilometern.


Mit seinen ca. 75.000 Beschäftigten ist der Flughafen Frankfurt die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland.
Die größten Betriebe sind die
1. Deutsche Lufthansa AG
2. Fraport AG
3. LSG Sky Chefs
4. Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt/Main
5. Internationales Postzentrum
Insgesamt gibt es ca. 500 verschiedene Arbeitsstätten und Betriebe am Flughafen.

Die Passagierzahlen betrugen in den letzten Jahren:

  • 2006: 52.821.778
  • 2007: 54.167.817
  • 2008: 53.472.915
  • 2009: 50.937.897
  • 2010: 53.013.771
  • 2011: 56.443.657
  • 2012: 57.527.251



Der Flughafen Frankfurt  ist eine Luftverkehrs-Drehscheibe. Der englische Fachausdruck hierfür lautet Hub Airport, der wiederum Bestandteil eines Hub and Spokes-Systems ist. Hub bedeutet "Nabe" und steht für einen zentralen Verkehrsknotenpunkt. Spoke heißt "Speiche" und versinnbildlicht die Verbindungen zu den Flughäfen, die den Zubringerverkehr generieren.
Umsteiger Fraport AG ca. 54%

Luftpost und Luftfrachtaufkommen der letzten Jahre:
Luftpost

  • 2008: 90.346 Tonnen
  • 2009: 80.174 Tonnen
  • 2010: 76.445 Tonnen
  • 2011: 82.314 Tonnen
  • 2012: 80.380 Tonnen

Luftfracht

  • 2006: 2.057.175 Tonnen
  • 2007: 2.095.293 Tonnen
  • 2008: 2.042.956 Tonnen
  • 2009: 1.837.054 Tonnen
  • 2010: 2.231.348 Tonnen
  • 2011: 2.169.304 Tonnen
  • 2012: 2.020.367 Tonnen


Eine Flugbewegung ist entweder ein Start oder eine Landung. Die Zahl der stündlichen Flugbewegungen gibt also alle Starts und Landungen in diesem Zeitraum an. Sie ist auch die Grundlage für die Definition des Koordinierungseckwerts (Kapazitätseckwerts) eines Flughafens. Flugzeugbewegungen der letzten Jahre:

  • 2006: 489.406
  • 2007: 492.569
  • 2008: 485.783
  • 2009: 463.111
  • 2010: 464.432
  • 2011: 487.162
  • 2012: 482.242



Frankfurt im internationalen Vergleich
(Stand Dezember 2010, Quelle: ACI)

PassagiereCargo (inklusive Luftpost)
1. Atlanta1. Hongkong
2. Peking2. Memphis
3. Chigago O'Hare3. Shanghai-Pudong
4. London-Heathrow4. Seoul-Incheon
5. Tokio-Haneda5. Anchorage
6. Los Angeles6. Paris-Charles de Gaulle
7. Paris-Charles de Gaulle7. Frankfurt
8. Dallas/Fort Worth8. Dubai
9. Frankfurt 9. Tokio-Narita
10. Denver10. Louisville



Flugzeugabstellpositionen
Gesamtbestand an Flugzeugabstellpositionen
Nutzung durch größtmögliche Flugzeugtypen: 175
Nutzung durch größtmögliche Anzahl von Flugzeugen: 188
davon Gebäudepositionen: 65

Start- und Landebahnensystem

  • Start- und Landebahn Nord: 4.000 Meter lang, 60 Meter breit.
  • Start- und Landebahn Süd: 4.000 Meter lang, 45 Meter breit plus 2 x 7,50 Meter breite „Schultern“; Achsabstand: 518 Meter zwischen Start- und Landebahn Nord und Start- und Landebahn Süd.
  • Startbahn West: 4.000 Meter lang, 45 Meter breit plus 2 x 7,50 Meter, breite „Schultern“.
  •  Landebahn Nordwest: 2.800 Meter lang, 45 Meter breit plus 2 x 7,50 Meter breite „Schultern“.


Tanklagerkapazität:

  • 10 oberirdische Tanks mit einem Fassungsvermögen von 186 Millionen Liter Kerosin.
  • Versorgungswege:
  • HBG-eigener Mainhafen in Kelsterbach mit Pipelineanschluss an das HBG-Tanklager.
  • Anbindung an die RMR-Pipeline (Rhein-Main-Rohrleitungsgesellschaft) unter anderem bis zu den Ölhäfen in Rotterdam.
  • Anbindung an die CEPS-Pipeline (europaweites Pipelinesystem der NATO).
  • Durchsatz bzw. Verbrauch:
  • Der Jahrestanklager-Durchsatz 2008 betrug ca. 5,5 Millionen Kubikmeter Kerosin.
  • Der August 2005 war der erste Monat mit mehr als 500.000 Kubikmetern.
  • Eine Boeing 747-400 kann 225.000 Liter tanken. Die A380 fasst sogar 320.000 Liter.

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