Das Mediationsverfahren Flughafen Frankfurt

Die Idee eines Mediationsverfahrens um den Flughafen Frankfurt wurde im Frühjahr 1998 im 'Gesprächskreis Flughafen' des damaligen Ministerpräsidenten Hans Eichel geboren. Dies geschah vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatte um die Forderungen der Deutschen Lufthansa AG und der Flughafen Frankfurt Main AG (heute Fraport AG) nach einer Erweiterung des Flughafens Frankfurt durch eine neue Landebahn.

Die öffentliche Debatte über die Notwendigkeit und Zumutbarkeit der zukünftigen Entwicklung des Flughafens Frankfurt war und ist durch die Hypothek der Vorgänge beim Bau der ’startbahn West' Anfang der achtziger Jahre erheblich belastet. Nach Analyse des Konfliktpotentials beschloss der Gesprächskreis im Mai 1998, die Zukunft des Flughafens Frankfurt in einem unabhängigen und ergebnisoffenen Mediationsverfahren zu diskutieren. Der Gesprächskreis schlug die Bildung einer Mediationsgruppe mit folgender personeller Besetzung vor: Vier Vertreter von Gemeinden, vier Vertreter von Bürgerinitiativen, zwei Vertreter von Umweltverbänden in der Region, zwei Vertreter der Wirtschaft sowie je ein Vertreter der Flughafen AG, der Deutschen Lufthansa AG, der DFS, der Gewerkschaften in Hessen, des Bundesverkehrsministeriums, des hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit, des HMWVL sowie der in Deutschland ansässigen Luftverkehrsgesellschaften, vertreten durch BARIG. Als Mediatoren wurden beauftragt Prof. Dr. Kurt Oeser, den ehem. Umweltbeauftragten der ev. Kirche (EKD) und Dr. Frank Niethammer, Präsident der IHK Frankfurt. Sie wurden gebeten einen dritten Mediatior zu bestimmen. Sie gewannen Prof. Dr. Klaus Hänsch, Mitglied des europäischen Parlaments.

Das Mediationsverfahren dauerte insgesamt 15 Monate. In dieser Zeit fanden 24 Sitzungen der Mediationsgruppe statt. Zur Vorbereitung von Diskussion und Entscheidungen der Mediationsgruppe wurden die drei Arbeitskreise „Verkehr“, „Ökologie, Gesundheit und Soziales“ und „Ökonomie“ gebildet, die jeweils von einem Mediator geleitet wurden und insgesamt 35 mal zusammenkamen. Im Laufe des Verfahrens wurden zu 41 Arbeitspaketen 20 Gutachten vergeben und 15 Hearings mit Experten durchgeführt.

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Das Archiv des Mediationsverfahren Flughafen Frankfurt

Das UNH fürt das Archiv des Mediationsverfahren Flughafen Frankfurt und des RDF. Im Archiv der Internetseite haben wir für Sie die wichtigsten Dokumente wie Gutachten, Positionenpapiere und auch die Dokumentationen eingestellt.


In der Dokumentation zum Mediationsverfahren Flughafen Frankfurt finden Sie ein Überblick über die

  • Mitglieder 'Gesprächskreis Flughafen'
  • Mitglieder der Mediationsgruppe
  • Mitglieder der Arbeitskreise, Experten- und Arbeitsgruppen
  • Liste der Gutachter und Experten
  • Tabelle Arbeitspunkte

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