Fluglärmkonturen

Erläuterungen zu den Fluglärmkonturenkarten

Mit Hilfe des Computerprogramms CadnaA (Computer Aided Noise Abatement) wird der Lärm "sichtbar" gemacht. Klicken Sie einfach mit der Maus auf einen Punkt innerhalb der Konturen auf der Karte und Sie können den entsprechenden Pegel ablesen:

In der Übersicht können Sie verschiedene Szenarien auswählen. Mit einem Mausklick auf „Fluglärmmonitoring UNH“ (oben links) können Sie zwischen den gewünschten Lärmkonturen bzw. Indexgebieten des Frankfurter- Fluglärmindex wählen. Nach Bedarf können Sie weitere Konturen bzw. Gebiete zum Vergleich übereinander legen. In dem rechten Menüfeld (Legende) können verschiedene Konturen und Gebiete geordnet und un-/ sichtbar geschaltet werden.

- Unter der Rubrik Fluglärmkonturen wird der "LAeq" (A-bewerteter Energieäquivalenter-Dauerschallpegel) für den entsprechenden Zeitbereich dargestellt. Die Berechnungen erfolgen nach AzB08. Seit 2007 werden jährlich mit den aktuellen Datensätzen (reale Betriebsrichtungsverteilung) jeweils 2 Darstellungen für die 6 verkehrsreichsten Monate berechnet. Eine für den Zeitbereich TAG (06-22 Uhr) und eine für den Zeitbereich NACHT (22-06 Uhr). Zusätzlich zu den aktuellen bzw. vergangenen lärmbezogenen Berechnungen besteht die Möglichkeit zur Information über die Prognose für das Jahr 2020 nach Fluglärmschutzgesetz und weiterhin nach getrennter Betriebsrichtung (Ost- bzw. Westbetrieb) ebenfalls für das Jahr 2020.

- Unter der Rubrik Indexgebiete (FFI) stehen die Indexgebiete des Frankfurter- Fluglärmindex (FFI) für den Tagindex (FTI) und den Nachtindex (FNI) zur Einsicht zur Verfügung.

Berechnungsgrundlage der Indexgebiete:

Mittels eines nach Betriebsrichtung standardisierten DES'es des entsprechenden Jahres (6 verkehrsreichste Monate), zuzüglich eines Zuschlages von 3xSigma, werden die Indexgebiete nach AzB 08 für u.a. Abbruchkriterien berechnet:

FTI: LAeg,Tag(06-22 Uhr) >= 53 dB(A)
FNI: AWR,Nacht (22-06 Uhr) >= 0,75 AWR

 

Alle Darstellungen basieren auf Berechnungen. Beachten Sie daher bitte dass sich die Flugrouten, die Anzahl der Flugzeuge sowie der Flugzeugmix zukünftig ändern können und somit auch die Lärmkonturen für die Prognose 2020 bzw. die Belastung in der Region um den Flughafen.

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Fragen und Antworten zur Darstellung Fluglärmkonturenkarten des UNH

Was stellt die Anwendung dar?

Die Fluglärmkonturen zeigen eine berechnete bzw. prognostizierte Lärmkontur nach AzB 08, in einer Klassenbreite von 5 dB(A). Die Klassenbreite ist durch die farblichen Flächen begrenzt. Sie können nach belieben weitere Konturen bzw. Gebiete zum Vergleich dazuschalten.

Welche Detailinformationen sind verfügbar?

Bei einem Klick auf die Karte innerhalb der äußersten dargestellten farblichen Kontur, erhalten Sie den für diesen Ort berechneten bzw. prognostizierten Energieäquivalenten- Dauerschallpegel (LAeq), inkl. Beurteilungszeitraum (Tag, Nacht) des ausgewählten Szenarios.

Wie kann ich die Karte bewegen?

Oben links befindet sich die Navigationsleiste der Karte. Hier können Sie zoomen und die Karte in alle Richtungen bewegen. Mit der Maus können Sie ebenfalls die Karte bewegen.

Was bedeuten die Farben in den Berechnungsergebnissen?

Die farblich hinterlegten Flächen zeigen die Lärmkonturen von 45 dB(A) bis 70 dB(A) für die Nacht und von 50 dB(A) bis 70 dB(A) für den Tag, jeweils mit einer Klassenbreite von 5 dB(A).

 

 

Informationen zur Lärmberechnung

Das Berechnungsergebnis einer Fluglärmprognose wird prinzipiell immer ungenauer, je größer der Abstand zum Flughafen wird. Begründet ist dies zum einen durch physikalische Effekte und zum anderen durch Effekte des Berechnungsverfahrens. Nachfolgend sollen die einzelnen Aspekte kurz diskutiert werden.

 

 

Physikalische Einflussgrößen

1.1 Meteorologische Einflüsse – Der meteorologische Einfluss wird umso größer je größer der Abstand zwischen dem Flugzeug und den jeweils betrachteten Immissionsort ist.

1.2    Beschreibung des Flugbetriebs
Je größer der Abstand zum Flughafen desto größer können individuelle Abweichungen eines Flugzeugs von der Berechnung zu Grunde gelegten Position sein. Dies gilt sowohl für die seitliche Streuung als auch für die Höhe der Flugzeuge über Boden. Die hieraus resultierenden Effekte lassen sich mit den üblichen Ansätzen zur Beschreibung einer Streuung ausreichend darstellen. Bei Starts betrifft dies den gesamten Flugweg. Bei Landungen betrifft dies insbesondere den Einfädelbereich bis zum Erreichen des Endanflugs auf den Flughafen.

2.    Berechnungsmodell
Für Fluglärmberechnungen wird in Deutschland derzeit die AzB (Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen) vom 19.11.2008 verwendet. Diese Berechnungsroutine ist zur Ausfüllung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm entwickelt worden.

Wie jedes Berechnungsmodell stellt auch die AzB eine Abstraktion und Vereinfachung der Wirklichkeit dar. Eine solche Vereinfachung und Abstraktion ist allein schon deshalb notwendig, da die Natur so viele Ausprägungen aufweist, dass eine Generalisierung und Kategorisierung allein schon aus praktischen Erwägungen heraus unumgänglich ist. Obwohl noch längst nicht alle Effekte in der AzB berücksichtigt worden sind, dauert eine Fluglärmberechnung für die Region Frankfurt nach den Vorgaben des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm auch auf modernen Rechnern mehr als 24 h.

Da die AzB als Berechnungsroutine zum Fluglärmgesetz entwickelt worden ist, werden angesichts der oben skizzierten Zwänge in dieser Berechnungsroutine vor allem diejenigen Effekte berücksichtigt, die für den Gesetzeszweck und aus physikalischer Sicht von Bedeutung sind. Dies ist eine möglichst genaue Ermittlung der Fluggeräuschimmissionen innerhalb der vom Gesetz vorgegebenen Schutzzonen, d.h. der hochbelasteten Bereiche.

Die niedrigsten Geräuschpegel, die gemäß dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm zu bestimmen sind, betragen (jeweils außen vor dem Fenster) LAeq,Tag = 55 dB(A), LAeq,Nacht = 50 dB(A) sowie LAmax,Nacht = 6 x 68 dB(A). Für Bereiche mit diesen oder höheren Fluggeräuschimmissionen ist von einer hohen Genauigkeit der Fluglärmbestimmung auszugehen.

Für Bereiche mit kleineren Geräuschimmissionen ist von einer zunehmenden Ungenauigkeit der Berechnungsergebnisse auszugehen. Eine genaue Quantifizierung der Ungenauigkeit ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich, da in diesem Pegelbereich bislang keine systematischen Untersuchungen zur Genauigkeit stattgefunden haben.

Sofern der Flugbetrieb in diesen Bereichen jedoch mit hinreichender Genauigkeit beschrieben werden kann, ist davon auszugehen, dass die berechneten Werte für Immissionsorte, die direkt unter den Flugrouten liegen, relativ gut mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Für querab zu einer Flugroute gelegenen Immissionsorte ist hingegen tendenziell eine Überschätzung der Fluggeräuschimmissionen zu erwarten, da die AzB immer von relativ günstigen Schallausbreitungsbedingungen ausgeht. Geräuschminderungen, wie sie sich bei einer Quer- oder Gegenwindsituation ergeben, werden in der AzB nicht berücksichtigt.

Aber auch innerhalb der Schutzzonen gemäß Fluglärmgesetz sind Abweichungen zwischen einer Berechnung nach AzB und Messergebnissen nicht zuletzt aufgrund der unter Punkt 1 genannten Effekte möglich. Eine solche Abweichung ist aber im Hinblick auf den Zweck der Berechnungsroutine gemäß den Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts (BVerG 11 A 9.97) unerheblich. Wörtlich heißt es "Der Gestaltungsspielraum des Verordnungsgebers erstreckt sich aus diesem Grunde auch auf die Festlegung des Verfahrens zur Ermittlung der Immissionsbelastung, die mit den Immissionsgrenzwerten zu vergleichen ist. Vereinfachung und Pauschalierungen sind gerade in diesem Bereich unumgänglich."

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Die Informationen über öffentliche Verkehrsmittel und Transport in Google Maps werden von der Umwelthaus GmbH bereitgestellt und dient lediglich Demonstrationszwecken des Flugverkehrs über der Region Frankfurt. Die Umwelthaus GmbH übernimmt keine Garantie oder Haftung für den Wahrheitsgehalt oder die Vollständigkeit dieser Inhalte.

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Die voraussichtliche Betriebsrichtung

Hier können Sie sich über die wahrscheinlichen Betriebsrichtungen der kommenden Tage informieren:

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